DEAD DAYS von Clockup – Eine Visual Novel über Leben, Tod und zweite Chancen
Auf einen Blick
- Entwickler
- Clockup
- Publisher
- Shiravune
- Plattformen
- PC (Steam) · Nintendo Switch
- Genre
- Horror & Thriller
- Spielzeit
- ca. 25 Stunden
- Release
- Juni 2026
Was ist DEAD DAYS?
DEAD DAYS ist eine psychologische Horror- und Mystery-Visual-Novel des japanischen Studios Clockup. Anders als viele Werke des Genres setzt das Spiel nicht auf plakative Schockmomente, sondern auf ein langsames, fast unmerkliches Kippen der Realität. Im Zentrum steht die Frage, was ein Mensch mit einer zweiten Chance anfängt – und welchen Preis er dafür zu zahlen bereit ist.
Protagonist Sōta erwacht sieben Tage nach seinem eigenen Tod wieder in seinem Alltag – ohne Erinnerung daran, wie er gestorben ist. Die Visual Novel begleitet ihn durch eine Woche, die sich mit jeder Entscheidung ein Stück weiter von der Wirklichkeit entfernt. Clockup verbindet dabei Slice-of-Life-Momente mit einer bedrückenden Grundspannung, die konsequent bis zum Finale gehalten wird.
Story & Handlung
Im Verlauf der Woche erkennt Sōta, dass er nicht der Einzige ist, der eine zweite Chance erhalten hat. Jede der drei Hauptrouten dreht sich um eine Person aus seinem Umfeld, deren „geliehene Zeit“ an eine Bedingung geknüpft ist – und jede Route deckt ein anderes Fragment der Nacht auf, in der Sōta starb.
„Sieben Tage sind kein Geschenk. Sieben Tage sind eine Frist.“
Das True Ending führt alle Fäden zusammen: Die zweite Chance entpuppt sich als Tauschgeschäft, und die Visual Novel stellt ihre zentrale Frage ein letztes Mal – diesmal jedoch an die Spielerin selbst. Ein Ende, das noch lange nachhallt und typisch für Clockup keine bequeme Auflösung anbietet.
Gameplay & Routen
Spielerisch bleibt DEAD DAYS eine klassische Visual Novel mit Entscheidungspunkten, die weit mehr Gewicht haben, als es zunächst wirkt. Kleine Alltagsentscheidungen aus den ersten Kapiteln bestimmen, welche der Routen sich überhaupt öffnet – ein Flowchart hilft beim gezielten Nachspielen:
- Route Aoi – die emotionale Kernroute über Schuld und Vergebung
- Route Ren – ein Mystery-Strang, der die Regeln der „geliehenen Zeit“ seziert
- True End – erst nach Abschluss beider Routen wählbar und klarer Höhepunkt des Spiels
Grafik & Sound
Visuell arbeitet Clockup mit einem bewussten Kontrast: warme, fast nostalgische Alltagsszenen stehen kalten, entsättigten Sequenzen gegenüber, sobald die Fassade bröckelt. Der Soundtrack bleibt zurückhaltend und setzt Stille als Stilmittel ein – gerade in den letzten Kapiteln eine der größten Stärken des Spiels.
Fazit
DEAD DAYS ist keine Visual Novel für zwischendurch, sondern ein Werk, das Geduld belohnt. Wer sich auf das langsame Tempo einlässt, bekommt eine der dichtesten Horror-Erfahrungen des Jahres – mit einem Ende, das die eigene Sicht auf „zweite Chancen“ garantiert verschiebt.
8,5/10
VisualNexus Wertung
Getestet auf
GPD Win 5 · AMD Ryzen AI Max+ 395 · Radeon 8060S · 7″ / 120 Hz
So lief’s: In nativer Auflösung butterweich – Visual Novels fordern die Hardware kaum, ideal für lange Lese-Sessions unterwegs.
Pro
- Dichte, konsequent aufgebaute Atmosphäre
- True End mit echtem Nachhall
- Entscheidungen mit spürbarem Gewicht
Contra
- Sehr langsamer Einstieg
- Bisher keine deutsche Lokalisierung
wyrdsister87
Gamerin & Content Creator. Auf VisualNexus schreibe ich über Visual Novels – von Romance & Dating Sims bis Horror & Thriller.
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